365round

Sex, Drugs und Rock'n Roll

March 25, Seattle, Washington, USA

leave a comment »

Da bin ich wieder. Ging schnell, oder? Ich hab mir überlegt, dass es vielleicht sinnvoll ist schnell einen zweiten Post nachzulegen, damit ich das Gefühl habe das Blog wäre ein laufendes Projekt oder so. Gewöhnt euch nicht dran, Montag geht die Uni wieder los. Doch davon möchte ich heute (hoffentlich verständlicherweise) nicht schreiben. Stattdessen werde ich versuchen euch rudimentär mit den Freuden eines Great American Roadtrips bekannt zu machen.

Stellt euch vor, es wäre 4.30 Uhr morgens. Ihr seid gerade von der improvisierten Luftmatratze hochgewankt und habt euch zwei Tassen Kaffee eingeschüttet um halbwegs laufen zu können. Danach verputzt ihr noch schnell eine Scheibe Brot das so pappig ist wie der Geschmack den ihr eh schon im Mund habt und so weiß wie der Schnee, durch den ihr in wenigen Minuten fahren werdet. Doch halt. Ihr seid natürlich nicht in Duisburg oder Oberhausen oder weiß der Kukuck wo, ihr seid in Salt Lake City und zwischen euch und eurem warmen Bett liegen 14 Stunden Autofahrt, vier US-amerikanische Bundesstaaten (Utah, Idaho, Oregon, Washington) und bis zu 1600 km, je nachdem welche Route ihr fahrt. Ich empfehle Google Maps um mal zu schauen auf was ich mich da eingelassen habe. Glücklicherweise ist euer Kumpel ein waschechter Amerikaner, der in jedem Wetter sicher zu fahren scheint und euch schon den Beginn der Reise mit herrlich kitschigem und merkwürdig passender Country-Rock Musik unterlegt, die ihn vermutlich so sentimental werden lässt wie uns nur “die Wuast aufm Grill am Rhein Heane Kanaal”.

Ich wage mal zu behaupten, dass es wirklich ein unvergleichliches Erlebnis ist, wenn man sich frühmorgens mit einem Menschen der auf der anderen Seite der Welt aufgewachsen ist darüber unterhält, dass es merkwürdiger ist morgens von daheim wegzufahren als abends. Und Frühstück bei McDonalds in einem Kaff in Idaho ist halb eklig, halb lustig und auf jeden Fall eine Erfahrung. Außerdem verband meinen Kumpel und mich ein weiteres absurdes Hobby, was nicht auf meinen Mist gewachsen ist. Es gibt in Utah, wo Matt groß geworden ist, keine Lotterie, weshalb jede Tankstelle auf der Reise zum Vergnügungspark wurde. Rubbellose für einen Dollar sind die beste Erfindung seit der Urmutter aller wichtigen Erfindungen: dem Kaffeebecherhalter im Auto. Leider verliere ich immer. Matt behauptet, dass mir einfach das Talent zum Lottospielen fehlt, ich finde diese Einschätzung der Lage reichlich zweifelhaft und gehe davon aus, dass die Lose gegen Ausländer gezinkt sind, selbst wenn sie ein Visum haben. Ist mir aber auch reichlich egal, da IHR meine Rubbellose ja eh großzügig durch eure Steuern finanziert.

Ansonsten bleibt mir noch übrig euch Bilder anzuhängen, die vermutlich die Grundstimmung darstellen können, aber keinesfalls ausreichend sind. So etwas muss man erlebt haben. Natürlich fehlt bei meinem Roadtrip auch der stilvolle Ausklang nicht. Unten im Kühlschrank wartet ein Bier. Prost!

Written by round365

March 26, 2011 at 4:57 am

Posted in Uncategorized

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: